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 Betreff des Beitrags: Der Flüsterer von Gabriel Burns Teil 1
BeitragVerfasst: 4. Jun 2018, 17:49 
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Mensch

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Die Reise beginnt

Es existiert…existiert in euren Träumen. Lebt von der Nacht und eurer Furcht. Ihr wisst, wovon ich spreche. Ihr meidet diese Orte. Macht “psssst” und seht euch verstohlen um, wenn es jemand wagt, darüber zu sprechen. Würdet um nichts in der Welt um jene Ecke blicken, hinter der es so eigenartig geraschelt hat. War da nicht sogar…ein Atmen?



Willkommen…in Vancouver

Ja, diese Worte werden wir noch öfter zu hören, bzw. im Falle meiner Artikelreihe, zu lesen bekommen. Denn die kanadische Küstenstadt ist ein essenzieller Dreh- und Angelpunkt der Gabriel Burns Reihe. Wenn ich nach den bisher gehörten Folgen zurückschaue und daran denke, welch traurige, schaurige und dramatische Ereignisse sich hier abgespielt haben, wird mir immer wieder klar, dass Vancouver nicht einfach nur ein Handlungsort innerhalb der Serie ist, sondern selbst als Protagonist agiert, ohne den dieses Projekt nur schwerlich funktionieren würde. Hier beginnt also unsere Reise und wir finden uns in einem Taxi wieder. Der Fahrer heißt Steven Burns, seines Zeichens in erster Linie Schriftsteller – leider jedoch kein erfolgreicher, und so muss er sich mit dem Kutschieren von Fahrgästen seinen Verdienst aufstocken. Abgesehen davon nutzt er die stundenlangen Fahrten durch Vancouver, um wenigstens eine Weile die Ereignisse zu vergessen, die sich vor 24 Jahren abgespielt haben. Es war dieser eine kurze Moment, als sein kleiner Bruder während einer Zaubervorstellung von Steven plötzlich verschwand, der das Leben des späteren Schriftstellers prägen sollte – auch uns als Reisende durch diese Hörspielreihe wird dieses Ereignis noch oft einholen, ist es doch ein ausschlaggebender Faktor für die Entwicklungen, die da noch auf uns zukommen…

Die Tür des Taxis schwingt auf und eine junge Frau setzt sich zu uns. Ihr Name ist Joyce Kramer. Steven kann noch nicht ahnen, dass ihr Erscheinen nicht nur diese Nacht, sondern sein komplettes Leben verändern wird. Kaum, dass er sie am gewünschten Ort abgesetzt hat, wird sie harsch von einigen Rüpeln empfangen. Der junge Taxifahrer zögert nicht lange und schreitet ein. Die Situation unter Kontrolle wähnend, bekommt er jedoch plötzlich einen Schlag auf den Kopf und ihm wird schwarz vor Augen. Als er erwacht, findet er sich in einem Raum voller Blut wieder und neben ihm liegt die Leiche der Frau, die er nur kurz zuvor hatte beschützen wollen. Viel Zeit, um zu begreifen, bleibt ihm nicht, denn wenige Minuten später stürmt die Polizei den Raum. Der Fall scheint klar – Steven hat Joyce getötet. Er wird umgehend eingesackt und in eine Zelle gesteckt. Viele Stunden vergehen und während er noch versucht, den Geschehnissen dieser Nacht einen Sinn zu geben, öffnet sich plötzlich die Tür und sein ganz persönlicher Teufel betritt den Raum…



Der Mann ohne Vornamen

Der kleine, glatzköpfige Mann stellt sich uns als Bakerman vor. Wie er mit Vornamen heißt, erfahren wir nicht und das wird auch so bleiben. Bakerman scheint viel über Steven und seine Vergangenheit zu wissen. Was mit seinem Bruder geschehen ist, interessiert ihn jedoch besonders. Steven reagiert aufgebracht, ob dieses Stichs in die offene Wunde. Was will dieser Mann eigentlich von ihm? Dieser fährt ungerührt fort und wechselt das Thema: In Eden Creek ist ein Mann namens Bernard Cardieux verschwunden. Der junge Taxifahrer soll sich zu dem Ort begeben und nach ihm suchen – er hat bis Mitternacht Zeit, sich zu entscheiden, ob er den Auftrag annehmen möchte. Mit diesen Worten steht Bakerman auf und richtet noch ein paar Worte an den Polizisten: Steven soll freigelassen werden…vorerst.

Zuhause angekommen kontaktiert Burns seinen Verleger Sonny Heseltine. Noch während er versucht ihm zu erklären, was vorgefallen ist, rauscht es in der Leitung. Das Störgeräusch wird von der Stimme eines Mannes unterbrochen, den wir zunächst nur als “den Flüsterer” kennenlernen. Dieser sagt ihm, dass er nach Eden Creek fahren soll, wenn er kein Mörder sein will. Dann erklingt plötzlich die Stimme von Stevens’ Bruder aus dem Hörer. Es hört sich an, wie eine Aufzeichnung von der Zaubervorstellung von vor 24 Jahren. Aber wie kann das sein?!

Wieder bleibt ihm nicht viel Zeit, die Situation zu verstehen, denn es klingelt an der Wohnungstür. Auf der Fußmatte findet Steven einen Umschlag mit einer CD. Darauf ist eine Botschaft von Bakerman, der ihm die Details seines Auftrags erläutert. Bleibt dem ihm eine Wahl? Wenn er nicht nach Eden Creek fährt, muss er wieder in den Knast wandern…also packt er zusammen und macht sich auf den Weg in eine Welt des Wahnsinns, der Kälte und der grauen Engel.



Ein Sturm zieht auf

Zunächst begeben wird uns auf den Weg nach Dawson, einer Stadt in der Nähe von Eden Creek, wo wir auf Stevens’ Kontaktmann Larry Newman treffen. Der pfiffige, langhaarige Bursche vom Forstamt soll ihn bei seiner Suche nach Cardieux unterstützen. Dieser denkt eigentlich, dass Steven im Auftrag der Umweltschutzbehörde vor Ort ist und bringt ihn sogleich zu der örtlichen Polizeidienststelle. Der verantwortliche Constable Landon scheint aber nicht ganz bei Sinnen zu sein und kichert mehr vor sich hin, als das er Antworten auf die Fragen des vermeintlichen Umweltschützers liefert. Also begeben wir uns in das verschneite Eden Creek, wo Steven hofft, etwas mehr in Erfahrung bringen zu können. Auf dem Weg dorthin finden er und Larry jedoch einen stark verletzten Mann am Straßenrand, den sie umgehend zum nächsten Doktor bringen. Allerdings scheint auch der etwas neben sich zu stehen. Immerhin kann Steven hier erste Hinweise über den Verbleib von Bernard Cardieux in aufschnappen. Diese führen uns zu der Wetterstation von Eden Creek, wo wir allerdings neben einem ebenfalls wahnsinnigen und zu allem Überfluss noch um sich schießenden Fremden nur eine stark verstümmelte Leiche finden, die einen Stein in der Hand hält. Gerade, als wir den schaurigen Ort verlassen möchten, springt das eigentlich zerstörte Funkgerät an. Wieder ist es der Flüsterer, der nur die kryptischen Worte “Sie lebt – bei 0° Fahrenheit” von sich gibt. Steven und Larry wollen den Leichenfund melden und so begeben wir uns zurück zum Doc. Dieser hat zwischenzeitlich nicht nur seine Hosen, sondern offensichtlich auch große Teile seines Verstandes abgelegt. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und der eigentlich mit Beruhigungsmitteln zum Schlaf gelegte Verletzte von zuvor schneidet sich vor unseren Augen die Halsschlagader auf. Anstatt einzugreifen, schaut Doc Harding nur zu und macht dann vollkommen ungerührt ein Nickerchen. So langsam scheint hier alles den Bach runterzugehen…und was hat es mit den grauen Engeln auf sich, von denen die stark verängstigte Ms. Aspin berichtet? Ist dies nur ein weiteres Hirngespinnst? Aber was hat es dann mit dem Rauschen am Himmel auf sich, das ein ums andere mal ertönt und verdächtig nach Flügelschlagen klingt? Erneut meldet sich der Flüsterer und gibt Steven einen Hinweis, der uns in die nahegelegene Wolframmine führt. Hier werden wir hoffentlich ein paar Antworten finden…



Die grauen Engel

Parallel zu den Ereignissen in Eden Creek treffen zwei weitere Personen in Dawson ein: Bakerman und die eigentlich totgeglaubte Joyce Kramer. Moment mal, die beiden kennen sich? Und warum erfreut sich die junge Frau bester Gesundheit? Hierüber werden wir schon bald mehr erfahren. Eigentlich wollten Bakerman und Joyce nur den Spuren von Steven folgen und sich selbst ein Bild über die Lage in Eden Creek machen. Aber schon in Dawson müssen sie feststellen, dass hier irgendetwas extrem im Argen liegt: Der zuvor bei Steven noch vor sich hin kichernde Constable Landon ist zwischenzeitlich komplett durchgedreht und hat einige seiner Kollegen ermordet. Nun begrüßt er die beiden Neuankömmlinge mit dem Schießeisen, doch Bakerman ist kein Mann, der sich gerne überraschen lässt. Mit einer im Ärmel versteckten MP streckt er den Polizisten kurzerhand nieder.

Indes haben wir uns mit Steven durch einen frisch aufgezogenen Schneesturm bis zu der Wolframmine durchgeschlagen und treffen dort auf den ziemlich neben sich stehenden Bernard Cardieux. Kaum haben Steven und er zwei Worte miteinander gewechselt, werden sie von einer riesenhaften Gestalt angefallen, die an einen grauen Engel erinnert. Cardieux wird von ihr regelrecht zerquetscht…trotz dieses kurzen Auftritts werden wir seinen Namen nicht zum letzten mal gehört haben. Wir begeben uns nun jedoch erst einmal so schnell wie möglich zurück nach Eden Creek. Unterwegs treffen wir auf Larry, der herausgefunden hat, dass überall in der Ortschaft Chlorzyan verteilt wurde, eine extrem tödliche Substanz. Beim zwischenzeitlich ebenfalls verstorbenen Doc eingetroffen, untersuchen er und Steven die Leichen und finden bei allen Einstichstellen im Nacken. Nur Linda, die Nichte von Ms. Aspin, scheint von den seltsamen Symptomen und damit auch von der tödlichen Chemikalie verschont geblieben zu sein, da sie sich zur der Zeit, als die Substanz in Eden Creek aufgetaucht ist, versehentlich in der Kühlkammer ihrer Tante eingeschlossen hatte (wir erinnern uns an die Worte des Flüsterers: “Sie lebt – bei 0° Fahrenheit”). Auf dem Weg zu ihr hören wir erneut das befremdliche Flügelschlagen über uns – wir scheinen verfolgt zu werden. Irgendetwas sagt Steven, der die Gegenwart der grauen Engel wahrnimmt, dass diese nur in der Finsternis aktiv sind. Also verstecken wir uns mit Linda im Haus ihrer Tante, wo wir es trotz der offensichtlichen Anwesenheit eines dieser Wesen auf dem Dach bis zum Morgengrauen überleben. Kaum, dass die Sonne aufgegangen ist, machen wir uns auf den Weg nach Dawson. Unsere Fahrt wird jedoch in einem Tunnel unterbrochen, wo heruntergefallene Felsbrocken die Straße versperren. Es ist dieser Moment, in dem wir das erste Mal einen grauen Engel in seiner vollen Größe zu sehen bekommen. Sein riesenhaftes Wesen, das wie aus erkalteter Lava geschaffen zu sein scheint, treibt Steven, der ihm nun direkt gegenübersteht, Tränen in die Augen. Er zieht seine Pistole, doch Kugeln scheinen das Monster mit den spitzen Reißzähnen nicht zu beeindrucken – die Geschosse werden von der finsteren Erscheinung regelrecht aufgesaugt. Das Letzte, was wir hören, bevor es um uns herum dunkel wird, ist Stevens’ verzweifelter Schrei…

Als er wieder erwacht, blickt Steven in die Gesichter von Joyce Kramer und Bakerman. Es dauert nicht lange, bis ihm klar wird, dass die beiden ihn nur manipuliert haben, das die ganze Mordsache nur ein Vorwand war, um ihn nach Cardieux suchen zu lassen. Vollkommen ungerührt erklärt Bakerman ihm, was sie noch über die Ereignisse in Eden Creek herausgefunden haben: Die Menschen dort wurden alle bis auf Linda Aspin von dem Chlorzyan umgebracht, sind jedoch wieder auferstanden. Nicht weniger beunruhigend ist die Tatsache, dass Steven laut Bakerman über psychokinetische Kräfte zu verfügen scheint. So hat er nicht nur seinen Bruder vor 24 Jahren während der Zaubervorstellung verschwinden lassen, sondern auch den grauen Engel in dem Tunnel. Kontrollieren kann er diese Gabe jedoch nicht…

Der glatzköpfige Mann erzählt Steven außerdem, dass er zu einer “verantwortungsvollen Gruppe Menschen” gehört, die Geschehnisse wie die in Eden Creek untersucht. Mehr erfahren wir nicht über Bakerman und dies soll auch noch eine Weile so bleiben. Über eine andere Sache werden wir jedoch schon bald mehr Informationen haben: Die Auferstehung der Toten in Eden Creek gehört zur “Phase Fleisch”, dem ersten Schritt eines großen Plans, der unsere Welt für immer verändern soll…



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Ich bin begeistert von diesen Hörspielen. Wie geht es euch damit?


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